Bessere Innenraumluft für alle

Die Technik ist da.
Der Markt noch nicht ganz.

Strategische Beratung und Hands-on Support für Hersteller, Verbände, Präventionsorganisationen und Initiativen, die bessere Innenraumluft in die Breite bringen

Alle, die sich mit dem Thema Innenraumluftqualität ernsthaft auseinandersetzen, sind sich einig: Gute Innenraumluft soll für uns alle zur Normalität werden, so selbstverständlich wie sauberes Trinkwasser.

Technische Lösungen dafür gibt es, und sie funktionieren.
Regulierung fehlt in weiten Teilen noch und braucht Zeit.
Bei den Menschen fehlen breites Bewusstsein und Handlungskompetenz.

Mein Ansatz ist strategisch und praktisch zugleich: Ich arbeite an möglichen Wegen, gesunde Innenraumluft in die breite Akzeptanz und Nutzung zu bringen. Im Zentrum stehen für mich immer die Endnutzer:innen.

Im Folgenden lesen Sie mehr dazu.

Sie möchten gleich mit mir sprechen? Sehr gerne!



In einem unverbindlichen Kennenlerngespräch erzähle ich mehr über meine Herangehensweise und darüber, was mich als strategische Beraterin zu diesem Schwerpunkt geführt hat. Und wir schauen, ob und wo eine Zusammenarbeit sinnvoll wäre.

Auch ohne konkretes Projekt freue ich mich über Austausch und Vernetzung.

Meine Überzeugung: Wer sich für dauerhaft bessere Innenraumluft einsetzt, sollte voneinander wissen und sich austauschen. Über Fachgrenzen, Branchen und Rollen hinweg.

Lüftungstechnik am Airport KEF: schwarze Luftkanäle unter weißen Metallstreben
Lüftungstechnik am Airport KEF: schwarze Luftkanäle unter weißen Metallstreben

Sonja Hartl Consulting

Teil der Lüftungsanlage in der Abflughalle am Flughafen Reykjavík (KEF)

Was bedeutet Mainstream Adoption im Kontext von Innenraumluftqualität?

Mainstream Adoption beschreibt üblicherweise den Weg einer neuen Technologie von frühen Nutzergruppen in den breiten Markt.

Early Adopters sind Menschen oder Organisationen, die etwas Neues früh ausprobieren wollen. Sie akzeptieren eher Unsicherheiten und möglichen Mehraufwand, sammeln Erfahrungen, geben Feedback und tragen ihre Überzeugungen weiter.

Bei Innenraumluft ist das anders. Es gibt bereits funktionierende Produkte und Technologien. Sie werden eingesetzt und weiterentwickelt.

Mainstream Adoption bedeutet, dass gute Innenraumluft für alle zur Selbstverständlichkeit wird. Und daran hakt es.

Mehrere Akteure im Feld versuchen, mit teils unterschiedlichen und teils überschneidenden Ansätzen diese Lücke zu schließen.

Eine 2026 veröffentlichte deutsche Studie zeigt, dass beim Wissen über Raumluftqualität und dem daraus folgendem Verhalten großer Aufholbedarf besteht.

  • 93 % der Befragten stufen Innenraumluftqualität als bedeutsam ein, wenn die Frage gezielt danach gestellt wird.

  • Etwa die Hälfte der Befragten kann nicht richtig einschätzen, wie sich verschiedene Schadstoffe und weitere Parameter auf die Raumluft auswirken.

  • Nur 11 % zu Hause und 14 % am Arbeitsplatz nutzen regelmäßig Messanzeigen, um die Raumluftqualität sichtbar zu machen.

  • Das Lüftungsverhalten ist eher an die subjektiv wahrgenommene Luftqualität gebunden und weniger an konkrete Situationen, etwa wenn mehr Personen als gewöhnlich im Raum sind.

  • Insgesamt gaben 13 % (zu Hause) bzw. 19 % (am Arbeitsplatz) an, seit der Pandemie deutlich häufiger zu lüften.

  • Besonders interessant: Dort, wo es mechanische Lüftungsanlagen gibt, werden sie nur von 14 % zu Hause und 21 % bei der Arbeit kontrolliert und eingestellt.

Die Ergebnisse legen nahe, dass neben technischen Lösungen und gesetzlichen Vorgaben die Endnutzer:innen eine zentrale Rolle bei der breiten Umsetzung von guter Raumluftqualität spielen.

Interesse an der Studie? Schreiben Sie mir, ich schicke Ihnen gerne den Link.

"Die Zustimmung zur Aussage, dass gute Raumluft wichtig ist, bedeutet noch keine Awareness und schon gar keine Handlungsbereitschaft"
Sonja Hartl

Die Pandemie hat kurz ein Möglichkeitsfenster für die breite Adoption guter Innenraumluft aufgemacht: Fenster wurden bewusst geöffnet, Lüftungsanlagen höher gestellt, auch Messgeräte und Luftreiniger waren stark gefragt. Kurzum, es wurde aktiv gehandelt. Das Interesse hat sich inzwischen weitgehend gelegt.

Geblieben ist das klare Ja im Fragebogen, wenn die Wichtigkeit gesunder Raumluft subjektiv abgefragt wird.

Wer antwortet schon, dass gesunde Innenraumluft unwichtig ist?

Endnutzer:innen sind wir alle.

Zu Hause. Bei der Arbeit. In der Schule. Im Restaurant. Im Hotel. Beim Einkaufen. Im Zug. Im Krankenhaus. Bei Veranstaltungen. Und auch im Flugzeug.

Wer sich einen Raum teilt, atmet dieselbe Luft.

Dabei wechseln wir ständig die Rolle. Wir sind Konsument:innen, Mitarbeiter:innen, Führungskräfte, Eltern, Patient:innen, Gäste oder Bürger:innen.

CO2-Messgerät im Flugzeug zeigt 3.954 ppm
CO2-Messgerät im Flugzeug zeigt 3.954 ppm

Der Handlungsspielraum ist je nach Situation und Ort unterschiedlich. Zu Hause lässt sich oft direkt handeln. In gemeinsam genutzten Räumen ist der Einfluss kleiner, im Flugzeug ist er besonders gering: dort sind wir nur Passagier:innen.

Endnutzer:innen rücken zunehmend in den Blick

Es ist klar zu erkennen, dass Hersteller, Verbände, Präventionsorganisationen und andere Akteure für bessere Innenraumluft vermehrt Endnutzer:innen ansprechen. Das ist erfreulich und wichtig.

Endnutzer:innen beeinflussen Akzeptanz, Nutzung, Erwartungen und Nachfrage. Bei Angebot, Einführung oder Empfehlung von Lösungen entscheiden sie nicht immer direkt mit, bringen sich aber auf unterschiedliche Weise in den Prozess ein. In der Sprache des B2B-Marketings gehören sie zum erweiterten
Buying-Center und sollten unbedingt mitgedacht werden.

Haben Endnutzer:innen Wissen und Handlungskompetenz, können sie Eigenverantwortung übernehmen.

Das wirkt sich auf mehreren Ebenen aus:

  • individuell: bessere Voraussetzungen für eigene Gesundheit und Wohlbefinden

  • gesellschaftlich: gesunde Innenraumluft wird zunehmend zur allgemeinen Haltung und selbstverständlichen Erwartung

  • branchenbezogen: die Nachfrage nach Produkten und Services rund um bessere Innenraumluft steigt

  • ökonomisch: weniger gesundheitlich bedingte Ausfälle und höhere Produktivität senken gesamtwirtschaftliche Kosten und stärken zugleich die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit



Auch Verantwortliche in Unternehmen müssen stärker erreicht werden

Ein wichtiger Teil der Adoption ist, Verantwortliche in Unternehmen und Organisationen noch gezielter anzusprechen.

Lüftung, Frischluftversorgung und andere Maßnahmen werden häufig stärker als Kostenfaktor denn als Nutzenfaktor gesehen. Diese Perspektive gilt es zu drehen.

Gute Innenraumluft berührt etwa Gesundheit und Prävention, Produktivität, Employer Branding, Kundenerlebnis sowie die UN-Nachhaltigkeitsziele. Je nach Ausgestaltung kann sie außerdem Bezüge zu allen drei ESG-Dimensionen haben und in der Berichterstattung berücksichtigt werden.

Auch hier setzt meine Arbeit auf der strategischen Ebene an:

  • Welche Argumente sind für welche Verantwortlichen relevant?

  • Welche Anknüpfungspunkte gibt es bereits?

  • Wo werden Nutzen oder Zusammenhänge nicht richtig verstanden? Warum?

  • Und welche Hebel erhöhen Investitions- und Umsetzungsbereitschaft?

Neue Regeln brauchen Zeit. Mainstream Adoption kann sich schon vorher entwickeln.
Regulierung und Mainstream Adoption können sich gegenseitig verstärken.

Wie wird gute Innenraumluft selbstverständlich?

Wie wir wissen, braucht es dafür zeitgemäße und durchsetzbare gesetzliche Vorgaben, die dem aktuellen wissenschaftlichen Konsens entsprechen. Regulierung kann verbindliche Mindestanforderungen schaffen und Verantwortlichkeiten festlegen. In vielen Bereichen der Innenraumluftqualität fehlen solche Vorgaben jedoch noch oder greifen nicht ausreichend weit.

Dafür setzt sich ein breiter Kreis mit teils unterschiedlichen Ansätzen - aber stets demselben Ziel - ein. Dazu gehören unter anderem Fachleute aus dem Gesundheitswesen und der Bau- und Lüftungsindustrie, Hersteller von Luftmessgeräten und mobilen Luftreinigern sowie NGOs und Grassroots-Organisationen.

Bis neue Gesetze, Vorgaben und Standards entwickelt, abgestimmt und umgesetzt sind, können Jahre oder sogar Jahrzehnte vergehen. Auch die breite Umsetzung braucht Zeit. Gleichzeitig können Krisen Budgets, politische Aufmerksamkeit und andere Ressourcen begrenzen.

Die Zeit bis zu neuen Vorgaben und ihrer breiten Umsetzung sollte genutzt werden.

Lange wurden Endnutzer:innen dabei übersehen. Das beginnt sich, wie oben beschrieben, gerade zu ändern. In vielen Bereichen können sie nämlich selbst handeln und für die Verbesserung ihrer direkten Umgebungsluft sorgen oder sich für insgesamt bessere Raumluftbedingungen einsetzen. Dafür braucht es Wissen und Handlungskompetenz. Exakt hier zeigt die oben genannte Studie deutliche Lücken.

Typische Fragen könnten sein:

  • Warum ist gesunde Innenraumluft überhaupt wichtig?

  • Wie kann ich schlechte Raumluft erkennen?

  • Warum ist sie noch nicht selbstverständlich?

  • Wie kann ich die Luft bei mir zu Hause oder an meinem Arbeitsplatz mit einfachen Mitteln verbessern?

  • Wie gehe ich mit einer Lüftungsanlage um?

  • Wie verhalte ich mich in öffentlichen Räumen mit schlechter Luft, wenn ich sie dort nicht selbst verbessern kann?

  • Warum sollte ich dort, wo ich selbst wenig Einfluss auf die Raumluft habe, gesunde Luft einfordern?

Die einzigartige Endnutzerperspektive kommt aus dem ungefilterten, jahrelangen Austausch

Seit Jahren stehe ich im steten Austausch mit engagierten Endnutzer:innen, für die gute Innenraumluft längst selbstverständlich ist.

Es geht etwa um Messgeräte, Akzeptanz, Barrieren, Motivation und die Frage, was Menschen, die sich noch nicht mit Innenraumluft beschäftigen, tatsächlich zum Handeln bringt.

Diese Perspektiven aus dem High-Involvement-Endnutzerkreis lassen sich in Projekte einbringen, etwa durch Interviews, Feedback, Produkttests, Co-Creation oder die Bewertung von neuen Ansätzen.

Warum mich das Thema nicht mehr loslässt

Mein Ausgangspunkt war die Pandemie. Trotz Lüftungsanlage im Büro und zu Hause hatte ich mich davor mit Innenraumluftqualität kaum bewusst beschäftigt.

Anfang 2020 begann ich, wie viele andere auch, aus persönlicher Notwendigkeit intensiver auf Übertragungswege, Aerosole, Lüftung und Luftreinigung zu schauen.

Relativ rasch kam ein zweites Aha-Erlebnis dazu: Mir wurde bewusst, wie wenig gute Innenraumluft in vielen öffentlich genutzten Räumen verbindlich geregelt ist. Und das gerade dort, wo wir uns die Luft mit vielen anderen Menschen teilen.

Seitdem lässt mich eine Frage nicht mehr los:

Warum ist gute Innenraumluft eigentlich nicht längst selbstverständlich?

Und daraus entstand eine zweite:

Welchen Beitrag kann ich dazu mit meinen Fähigkeiten leisten?

Mit dem Blick durch die Nutzerbrille bessere Innenraumluft breiter etablieren

Mit meinem Unternehmen arbeite ich seit mehr als zwölf Jahren an strategischen und operativen Fragestellungen rund um Geschäftsmodelle und Unternehmensentwicklung. Kund:innen und Endnutzer:innen stehen dabei stets im Zentrum. Insgesamt kann ich auf mehr als 25 Jahre Erfahrung in diesen Bereichen zurückgreifen.

Weil mich eben die Frage nicht mehr loslässt, wie gute Innenraumluft in die Breite kommt, habe ich das Thema zu einem Schwerpunkt meines Unternehmens gemacht.

Technische, medizinische und rechtliche Fachfragen liegen bei den jeweiligen Expert:innen.

Für mich selbst ist gute Innenraumluft zur Selbstverständlichkeit geworden. Zu Hause und im Büro sowieso. Unterwegs findet man mich selten ohne ein portables Messgerät. Eine meiner Überzeugungen: Wenn Innenraumluft gemessen und sichtbar gemacht wird, fällt Handeln leichter.

Im Zentrum meiner Arbeit steht die Frage:

Wie können wir gute Innenraumluft breiter etablieren und tatsächliche Nutzung fördern?

Mein Blick von außen ergänzt bestehende Expertise um zusätzliche Perspektiven.

Ergänzt wird dieser Blick durch eine laufend gepflegte Stakeholdermap. Sie zeigt, wer gute Innenraumluft vorantreibt, ermöglicht oder bremst und aus welchen Interessen heraus.

Strategiearbeit bedeutet für mich nicht nur, Fragen zu stellen. Ich bringe Wissen, Hypothesen, Ideen und konkrete Ansätze ein. Dabei nutze ich bewährte Methoden ebenso wie unkonventionelle Zugänge. Der Blick über den Tellerrand gehört immer dazu. Wo es sinnvoll ist, unterstütze ich bei der Umsetzung.

Mit Strategie zu besserer Innenraumluft für alle.

Vernetzt im Clean Indoor Air Ökosystem

Ich stehe im Austausch mit Herstellern, Fachleuten, Initiativen, Communities, Multiplikatoren und engagierten Endnutzer:innen.

Die fachlichen Bereiche reichen von Lüftungstechnik über Aerosolforschung bis Medizin.

Ich bin Mitglied bei GO AQS, IGÖ - Initiative für gesundes Österreich und Airclub, wo ich das Global Pledge for Healthy Indoor Air unterzeichnet habe.

Für wen

  • Hersteller von Lüftungstechnik

  • Hersteller von Luftqualitätsmessgeräten

  • Hersteller mobiler Luftreiniger

  • Verbände und Fachorganisationen

  • Sozial- und Unfallversicherungen

  • Präventionsorganisationen

  • öffentliche und semiöffentliche Institutionen

  • Clean Indoor Air Initiativen und NGOs

Kennenlerngespräch vereinbaren

Jede Organisation und jede Ausgangslage ist anders. Deshalb gibt es kein Standardpaket für eine Zusammenarbeit.

Im unverbindlichen Erstgespräch geht es um Ihre konkrete Situation, erste Hypothesen und Ideen.

Wenn eine Zusammenarbeit sinnvoll erscheint, vereinbaren wir einen konkreten nächsten Schritt.

Auch ein Austausch ohne konkretes Projekt ist willkommen.

Wer gute Innenraumluft für alle voranbringen will, arbeitet am selben großen Ziel. Jedes Puzzlestück zählt.

Ich freue mich auf einen Austausch!